8L074 Unerwartet

Moldawien: Vorniceni >Kloster Hîrbovăț >Crama Mircesti ☀️ 31 °  🚴77km

 Ein neuer Tag beginnt.
 
Elena und Lazarev, die gemeinsam mit ihrem Sohn nach und nach diese gastliche Stätte entwickelt haben, verabschieden uns.

Die drei Gästezimmer sind ganz neu hinzugekommen und werden noch nicht öffentlich angeboten.
Los geht’s.

Älteste Kirche Moldawiens

Frisch restauriert.
Eine Infotafel informiert über die Instandsetzung..
Leider verschlossen, dafür bekommen wir gratis eine Führung über den Friedhof,  in Rumänisch, nix verstanden.
 
 
 09:50 sind wir endlich unterwegs und verlassen Vorniceni. Kein Problem bei der zu erwartenden Hitze, Kurzetappe.
 Überall schön gestaltete Kreuze und Brunnenhäuser.
 
   Angenehm auf Nebenstraßen
 
 Weinland Moldawien!
 
 
 Die Stimmung ist gut.
 
 Im gestreckten Galopp! Das ist nicht fein, auf diesem harten Belag

Kloster Hîrbovăț

12:50 Am Tagesziel, wegen der Temperaturen hatten wir nur 38 km geplant. 
   
  
   Das muss sie sein die Wunderikone.

Gründung: Es wurde im Jahr 1730 vom Bojaren Constantin Carpuz gegründet.


Die Wunderikone: Das Kloster ist im ganzen Land für seine wundertätige Marienikone („Gârbovița“) bekannt, die im Jahr 1790 gestiftet wurde und mehrere Brände unbeschadet überstand.


Zerstörung und Sowjetzeit: Bis 1812 wurde das Kloster dreimal von Osmanen und Tataren niedergebrannt. Im Jahr 1962 schlossen es die sowjetischen Behörden und wandelten es in eine Schule für Kinder mit Behinderungen um; die Kirche diente als Club und Stall.


Wiedereröffnung: Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde das orthodoxe Kloster 1992 neugegründet und aufwendig restauriert.


Das Kloster gilt als so bedeutend für das kulturelle Erbe des Landes, dass es auf der 50-Lei-Banknote der moldauischen Währung abgebildet ist.

 
 Unser Zimmer soll das sein, hier ist  vermeintlich jemand kurzfristig ausgezogen  und hat seine Hinerlassenschaften vergessen zu entsorgen.
 Offensichtlich die beiden einzigen Mōnche. Gegen die Gesten fūr eine Essenseinladung kōnnen wir nichts ausrichten, geben auf und folgen.

 
 Schmackhaft, Wasser mit Lindenblütensirup im Krug.
 Kerstin entscheidet, in dieses Quartier ziehen wir nicht ein. Klōsterliches Leben findet, wie von Ludwig erhofft, auch nicht statt.

15:00 auf zur nächsten Unterkunft in 36 km. Mit gutem Pausenmanagement sollte das auch bei dieser Hitze kein Problem sein.
 
 Komoot hat bei unserer Routen- und Etappenplanung in Kischinau völlig versagt, oder waren wir nicht sorgfältig genug? Kurze Überprüfung, diese 25 km werden als Teerstraße ausgewiesen.
 
Einen der wenigen schattigen Plätze nutzen wir für ein Powernapping.
 Die Aussicht zumindest ist grandios
  
  In der Ortsdurchfahrt wechselt der Belag auf Teer, die Hoffnung auf besseren Untergrund ist jedoch nur von kurzer Dauer.
Schwieriger Belag und schattenloser Weg bleiben unsere Begleiter. Mit 10 – 12 km/h kurven wir permanent um Schlaglöcher und Geröll.
  Gelegentlicher Verkehr mit seinen Staubwolken ist unvermeidbar, denn diese Route ist für uns alternativlos.
 Ganz vorsichtig die Gefällstrecken hinunter.
 
 
Schafherde
  Durch eine Kuhherde bewegen wir uns vorsichtig.
Ohne Zaun oder Anpflockung der Mutterstuten.
 
 
 
Zum Ende der Schotterpiste fängt Jon Ludwig ab. Sein Gefährt wurde in  Deutschland hergestellt und er ist sehr zufrieden damit.
 Er möchte ein Selfie für sich, da mache ich auch eines für mich.
Blick zurück auf den letztem steilen Anstieg des Tages.
20:00: 150 m zum Ziel, natürlich steil.

Aus 3 sind 5 Stunden für die zweite, unvorhergesehene Etappe des Tages geworden.
Die Küche schließt in 30 Minuten‚. Also ohne Dusche und unser Tagebuch(Blog) muss auch mal bis morgen warten.

🛌 Crama Mircesti, Weinkellerei. ÜF 75€

Die Entscheidung ist schnell getroffen, wir behalten die ursprüngliche geplante Übernachtung bei, jetzt also zweimal.

Schließlich hatten wir uns vorgenommen, einen kleineren Weinkeller zu erleben.


Ein Gedanke zu “8L074 Unerwartet

  1. Lieber Ludwig,liebe Kerstin, vielen Dank für eure schöne Karte, die gestern bei uns angekommen ist. Wir werden Sie mit eurem Einverständnis auf unserer Seite in Facebook zeigen. Liebe Grüße und weiterhin gute Fahrt. Rita und Frank

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