8L071 Transnistrien

Moldawien: Tagesausflug nach Transnistrien đŸšŒâ˜€ïžâ›…31°  đŸš¶11.500

Aleneors Victor

Transnistrien (offiziell: Transnistrische Moldauische Republik)  ist ein schmaler Landstreifen zwischen dem Fluss Dnjestr und der ukrainischen Grenze.



Völkerrechtlicher Status: Die Region gehört de jure lllllllllzur Republik Moldau. Sie hat sich 1990 unabhÀngig erklÀrt, wird jedoch von keinem UN-Mitgliedstaat offiziell anerkannt.


Russischer Einfluss: Das Gebiet ist stark prorussisch geprÀgt. Russland stationiert dort seit den 1990er Jahren illegal Friedenstruppen und kontrolliert riesige Munitionsdepots (wie in Cobasna).


Wirtschaft: Die lokale Wirtschaft wird fast vollstĂ€ndig vom Großkonzern „Sheriff“ (SupermĂ€rkte, Tankstellen, Medien) monopolisiert. Trotz der politischen NĂ€he zu Moskau ist der Handel stark auf die EuropĂ€ische Union ausgerichtet.


Aktuelle Lage: Durch den Krieg in der Ukraine und Moldaus klaren Pro-EU-Kurs (inklusive des Austritts aus der GUS) ist die Lage in der Region politisch und wirtschaftlich extrem angespannt.

(KI-verifiziert)

Eleonora erklĂ€rt uns einiges zu Kischinau und dem Logo Moldawiens. Was besonders hĂ€ngen bleibt:

350 im staatlichen Weinregister eingetragenen Winzer und

„der moldauische Mann, der was auf sich hĂ€lt, baut sein eigenen Wein an“

GrenzĂŒbergang

 
Einreisedokument, Visa bzw. Einladungspflicht wurden abgeschafft. Muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Seit 2017 brauchen keine Formulare mehr selbst ausgefĂŒllt werden.
  Wir sind drin.

Bender

Einkaufscenter 
…und Geldwechsel… 
  völlig unbĂŒrokratisch, ohne irgendwelche FormalitĂ€ten: Euro hin und Transnistrische Rubel (PRB) zurĂŒck.
Weiter geht’s. 

Bender Memorial

 
 KriegsgrĂ€ber bis in die osmanische Zeit zurĂŒck.
 

Festung Bender

 
 
 
Suliman der PrĂ€chtige (1494 – 1964)  hat’s errichtet.

Sein Vater hatte durch die Eroberung Konstantinopels (Istanbul) die Zeit des weströmische Reiches beendet.
General Potemkin (der mit den Dörfern): 1789 hat die russische Armee unter seinem Kommando die Festung eingenommen.
 
 
 
 
Kerstin auf Feindbeobachtung. 
Unten rechts geht’s in den Kerker 
…
Gefoltert wurde hier auch…
ein eher unbequemer Stuhl…
…
BahnbrĂŒcke in Richtung Odessa, sei dem Ukraine-Krieg ist die Strecke gesperrt.

Ludwig vermutet, daß sein Vater 1944 hierrĂŒber gefahren sein könnte. Er war in Odessa Mitglied der 7. Armee
Baron von MĂŒnchhausen soll hier seinen Ritt auf der Kanonenkugel geschrieben haben. Stand im Dienst des russischen Zaren. In Riga war wir auch auf seinen Spuren

Bender Memorial 1992

Innermoldaischer Konflikt nach der UnabhÀngigkeit i. R. der Seperation Transnistrien. 1.900 Opfer auf beiden Seiten

 
 

Tiraspol

Tiraspol in Transnistrien – das Land, das offiziell nicht existiert.

Seit 1990 abgespalten, von keinem UN-Mitglied anerkannt. Eigene WĂ€hrung (Transnistrischer Rubel), eigene Flagge (noch immer mit Hammer & Sichel), eigene Grenzkontrolle – aber auf jeder Karte: weiterhin Moldawien.

Eingefroren in der Zeit. Lenin-Statuen, Sowjet-Wandbilder, brutalistische Architektur & ein Vibe wie 1985. Surreal, faszinierend & ĂŒberraschend.

MilitĂ€rhistorisches Museum 
Stalinorgel
Parlament
Lenin vorm Parlament

Denkmal fĂŒr die Verteidiger der PMR

Ewige Flamme: Sie brennt ununterbrochen in Gedenken an die gefallenen Soldaten und Opfer.
 
Das Monument ehrt die im Transnistrien-Krieg gefallenen Verteidiger mit der Mauer des GedĂ€chtnisses: Eine Gedenkwand, in die die Namen aller im Jahr 1990–1992 getöteten Verteidiger von Pridnestrowien und Zivilisten eingraviert sind.
Zu Gedenken an den Sowjetisch-Afghanischen Krieg 1979 – 1989
 Denkmal fĂŒr die Opfer von Tschernobyl
Skulptur „Trauernde Mutter“
Eine eindrucksvolle Statue, die die Trauer um die Gefallenen symbolisiert.
Keine GedenkstĂ€tte ohne Panzer. Hier T 34 

Katharina die Große, GrĂŒnderin Tiraspols
 . 
Alles Elektro
 
  Der Befreier Bessarabiens von den Osmanen. Reiterstandbild des russischen Generals Alexander Suworow der auf allen transnistrischen Banknoten abgebildet ist.
Bushaltestellen.
Kaffeeautomat…
… natĂŒrlich Kartenzahlung.
Rathaus
Nochmal Lenin
Staatstheater. Nebenan ist eine Statue von Harry Potter, man mags kaum glauben.
 

Mittagessen

  
 
Lenin im Doppelpack. 
Gute Stube…
…mit offenherziger Bedienung und leckerer …
… Ukrainischer Borscht-Suppe
Die Rechnung
 Ob das mitt Deutschland noch stimmt?
 
Juri Gagarin
 
ZurĂŒck am GrenzĂŒbergang. Außer Pass keine besonderen Kontrollen.

2 Gedanken zu “8L071 Transnistrien”

  1. Ein paar Anmerkungen:
    > Transnistrien (offiziell: Transnistrische Moldauische Republik)
    Offiziell Pridnestrowische Moldauische Republik, kurz Pridnestrowien, abgekĂŒrzt PMR. Den Begriff „Transnistrien“ mag man vor Ort ĂŒberhaupt nicht, weil er von den rumĂ€nischen Faschisten geprĂ€gt wurde, die waren wĂ€hrend des 2. Weltkriegs mit Hitler verbĂŒndet und haben sich dementsprechend verhalten. (Vor dem Krieg lag der Anteil der jĂŒdischen Bevölkerung in Tiraspol bei 25%, in Bender bei 26,5%, und fast alle sind ermordet worden. Aber auch der Rest der Bevölkerung hatte erheblich zu leiden).
    > Russland stationiert dort seit den 1990er Jahren illegal Friedenstruppen
    Die Friedenstruppen sind aufgrund einer moldauisch-russischen Vereinbarung aus dem Jahr 1992 da, also nicht illegal. Es ist allerdings auch richtig, dass Russland den Abzug der Truppen zugesagt hatte, und sich jetzt auf den Standpunkt stellt, dass dies erst nach Ende des Konfliktes erfolgt.
    > wird fast vollstĂ€ndig vom Großkonzern „Sheriff“ (SupermĂ€rkte, Tankstellen, Medien) monopolisiert.
    Sheriff ist zwar sehr groß und einflussreich, hat aber nur in wenigen Sparten ein Monopol (Telekommunikation und Kaviar).
    > Muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden.
    Normalerweise möchte man bei der Ausreise die Registrierung sehen, aber nicht zurĂŒck haben.
    > Eingefroren in der Zeit. Lenin-Statuen, Sowjet-Wandbilder, brutalistische Architektur & ein Vibe wie 1985. Surreal, faszinierend & ĂŒberraschend.
    „Eingefroren in der Zeit“ stimmt so nicht: Das Wirtschaftssystem ist nicht mehr sozialistisch, es werden ohne Ende Kirchen und Kapellen gebaut (97% der Kirchen wurden nach 1992 gebaut), die Kosaken werden nicht mehr verfolgt, sondern sind eine staatstragende Gruppe. Auch technisch ist man nicht mehr Sowjetunion: Der Internetanschluss ist Glasfaser, ein Ministerium fĂŒr Digitalisierung gibt es lĂ€nger als in Deutschland, man gibt LadesĂ€ulen fĂŒr E-Autos und das Taxi wird mit der App gerufen (die dann auch gleich das Taxameter ist – der frĂŒher wohl gebrĂ€uchliche Trick der Touristenabzocke „Taxameter ist kaputt“ funktioniert schon deswegen nicht mehr, weil solche Taxis gar nicht mehr gerufen werden können…)
    > Denkmal fĂŒr die Verteidiger der PMR
    Und auch Verteidiger der Sowjetunion – der Aspekt war der UrsprĂŒngliche
    > Reiterstandbild des russischen Generals Alexander Suworow der auf allen transnistrischen Banknoten abgebildet ist.
    Nur auf den Scheinen zu 1, 5, 10 und 25 Rubel. 50 Rubel sind Taras Schewtschenko, 100 Rubel (siehe Foto oben) sind Dimitrie Cantemir, 200 Rubel sind Pjotr Rumjanzew-Sadunaiski, und denn 500-Rubel-Schein ziert Katerina die Große.

Kommentar verfassen