8L061 Sulina

Rumänien, Schwarzes Meer + Donaudelta: Sulina ☀️⛅23-26°  🚶16.000

Strand

3 km Fußweg bis zum Strand. Unsere Begleitung hat sich bereits 100 m nach der Haustür unaufgefordert zu uns gesellt).
 
 Vorher haben beide wie selbstverständlich ein Bad im Schwarzen Meer genommen.
Ludwig auch. 
 
 Selbst in der Strandbar weichen sie uns nicht von der Seite.

Friedhof

Der multikonfessionelle Friedhof von Sulina wurde offiziell im Jahr 1864 gegründet und von der Europäischen Donaukommission (EDC) verwaltet.

Als der kleine Ort im 19. Jahrhundert zu einem florierenden internationalen Knotenpunkt aufblühte, wurde der Friedhof angelegt, um den vielen ausländischen Bürgern, Händlern, Seeleuten und Ingenieuren aus Dutzenden von Nationen eine Ruhestätte zu bieten.

PROTESTANTISCHER FRIEDHOF

Entworfen von der Europäischen Donaukommission und 1869 vom Bischof von Gibraltar geweiht. Engländer, Deutsche, Österreicher, Dänen.
  

Der Friedhof ist berühmt für seine einzigartige Vielfalt: Auf engstem Raum liegen dort Gräber von orthodoxen, altgläubigen (Lipowaner), katholischen, protestantischen, muslimischen und jüdischen Menschen. Zusätzlich zu den regulären Gräbern für Seeleute, Kapitäne und Prinzessinnen (wie etwa Prinzessin Ecaterina Moruzzi) gibt es einige Besonderheiten: Das Grab eines britischen Ingenieurs, der im 19. Jahrhundert an der Kartierung und Schiffbarmachung des Deltas arbeitete.

   Unter den Hunderten von Gräbern befinden sich zwei für uns ungewöhnliche Grabsteinkreuze. Der Legende nach sind hier zwei junge Menschen begraben, die zusammen sein wollten.
Weil ihre Eltern gegen die Heirat waren, stürzten sich die beiden ins Wasser, um für immer vereint zu bleiben.

Doch die Dinge verliefen ganz anders, und die wahre Geschichte ist auf den beiden Grabsteinen verzeichnet. In Wirklichkeit war der junge Mann ein Offizier, der seine Verlobte auf eine Seereise mitnahm, da ihm dies gesetzlich erlaubt war.

Das Schiff sank, die beiden starben und wurden in Sulina begraben.

An diesem Ort, tauschen junge Paare, die heiraten möchten, Ringe. Sie fühlen sich von der Legende angezogen und setzen sich neben das Grab der beiden Liebenden Margaret Ann Pringle und William Webster.
William Simson, der Kollege und beste Freund des Chefingenieurs der Europäischen Donaukommission,  
Das Grab von Eugen Leopold Claudi Magnussen
(Dänisch, 1848–1919) Ingenieur der EDC von 1908 bis 1919   
  
Das historische Grab eines griechischen Seeräubers (Gheorghios Kontoguris)…

…mit dem berüchtigten Totenkopfsymbol.
Friedhof der russischen Lipowaner
Katholischer Friedhof.

Italienisch, Französisch, Österreichisch, Kroatisch, Serbisch, Montenegrinisch, Ungarisch, Maltisch
Muslimischer Friedhof.

Da der Friedhof im Laufe der Jahrhunderte von einer faszinierenden Geschichte geprägt wurde, dient er heute auch als außergewöhnliche historische Touristenattraktion.

Unsere unaufdringlichen Begleiter hatten sich vorm Friedhofstor in den Schatten gelegt… die Wartezeit war ihnen dann doch wohl zu lang. 3 1/2 schöne Stunden haben wir gemeinsam verbracht.

Europäische Donaukommission

  Historischer Leuchtturm mit Museum

Der Leuchtturm wurde zwischen 1838 und 1839 vom Russischen Reich erbaut, das damals das Donaudelta kontrollierte.

Als die Europäische Donaukommission (EDK) 1856 gegründet wurde, gehörte das Gebäude der Generalverwaltung der Leuchttürme des Osmanischen Reiches, die die Nutzung und Instandhaltung solcher Anlagen an private Auftragnehmer delegierte.

Am 1. April 1879 wurde der Leuchtturm an die EDK übergeben. Laut schriftlicher Vereinbarung befanden sich sowohl die Gebäude als auch die Beleuchtungsanlage in gutem Zustand, was beweist, dass die türkische Verwaltung sich gut um den Leuchtturm kümmerte.

Die EDK verwaltete und unterhielt den Leuchtturm bis 1939, als Rumänien die Verantwortung übernahm. Während des Zweiten Weltkriegs stellte die Anlage das wichtigste Navigationssignal im Donaudelta.

(Infotafel, Museum)

 
 
In der Ukraine brennt es seit heute Morgen.
Der ehemalige Palast der Donaukommission.

Die Europäische Donaukommission (EDK) wurde nach dem Pariser Kongress von 1856 gegründet, der den Krimkrieg (1853–1856) beendete. Sie setzte sich aus Delegierten der sieben Unterzeichnerstaaten des Friedensvertrags zusammen: Großbritannien, Frankreich, Russland, Österreich, Türkei, Preußen und Sardinien.

Die EDK nahm ihre Arbeit am 4. November 1856 mit einem zweijährigen Mandat auf. Ihre Aufgabe war es, Studien durchzuführen, Projekte auszuarbeiten und dringend notwendige Arbeiten an einer der Donaumündungen zu realisieren, um die freie Durchfahrt von Fracht- und Passagierschiffen unabhängig von ihrer Flagge zu gewährleisten.

Die ursprünglich als provisorische Institution durch eine Reihe von Verträgen, Abkommen und Konventionen gegründete EDK war bis zur Belgrader Konferenz im August 1948 tätig. Ihr Zuständigkeitsbereich wurde 1856 von Isaccea flussabwärts bis zum Hafen von Brăila flussaufwärts erweitert. Rumänien wurde 1878 mit der Unterzeichnung des Berliner Vertrags als Vollmitglied in dieses internationale Forum aufgenommen. Das Königreich Rumänien, zu dem die Dobrudscha und das Donaudelta gehörten, wurde zur einzigen souveränen Macht auf dem Gebiet, in dem die EDK ihre Befugnisse unabhängig ausübte.

In ihren neun Jahrzehnten des Bestehens hat die EDK maßgeblich zur Gewährleistung der freien Schifffahrt beigetragen. Sie führte wichtige technische Arbeiten durch, um eine optimale Schifffahrt zwischen Sulina und Brăila zu gewährleisten, baute Leuchttürme, signalisierte den Schifffahrtskanal bei Sulina nach internationalen Standards und unterstützte die Gemeinden im Donaudelta.

(Von der Infotafel übersetzt, das schreibt >>>Wikipedia)

Die Kathedrale wurde zwischen 1910–1912 und 1933–1934 erbaut. Sie ist Rumäniens östlichste Kirche und die erste, die von der Sonne berührt wird, auch in der EU.
 

Geräucherter Karpfen

Odessa wäre gut erreichbar. Unsere Hoffnung am Anfang der Reise vor 67 Tagen, dass der Krieg jetzt beendet wäre, war utopisch.

Morgen verlassen wir endgültig das Schwarze Meer, zwei Tage donauaufwärts und dann beginnt ein völlig anderer Reiseabschnitt.

Moldawien, wir kommen!

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