Donau, Kroatien: Osijek > Vukovar ☀️⛅11 – 20°, 🚴 50 km🚶10.800. Ein bedrückender Tag.
Osijek
- Ursprünglich als römisches Mursa gegründet, stand die Stadt später unter osmanischer und habsburgischer Herrschaft
- Hauptstadt Slawoniens (nicht verwechseln mit dem Staat Slowenien), 96 TEW
- (Altstadt): Eine der am besten erhaltenen barocken Festungsanlagen Mitteleuropas aus dem 18. Jahrhundert.
- Osijek gilt als eine der grünsten Städte Kroatiens mit zahlreichen Parks und Gärten.











Von Osijek nach Darda, zwischen denen der Luftabstand etwas mehr als sechs Kilometer beträgt. Der Fluss wurde mit Pontons überbrückt, und vom linken Ufer der Drau bis zu Darda lag die Holzkonstruktion auf Säulen über dem sumpfigen Gelände
Ein Weg voller Mahnmale
Kroatienkrieg, Schlacht um Vukovar 1991





ALLES SILBER, ALLES GOLD, ALLE MENSCHENLEBEN
KÖNNEN KEINE BELOHNUNG FÜR DEINE REINE SCHÖNHEIT SEIN
IVAN GUNDULIC
Denkmal für alle kroatischen Verteidiger und Zivilisten, die in Upalje inhaftiert waren‚


Um das bleibende Andenken an die kroatischen Verteidiger und Zivilisten – Opfer des Vaterlandskrieges, die während der großserbischen Aggression bei Einzel- oder Massenexekutionen ums Leben kamen – zu bewahren, hat die Republik Kroatien mit Würde die Orte, die dauerhaft Zeugnis von den im Vaterlandskrieg erbrachten Opfern ablegen, mit einem erkennbaren Denkmal versehen.
Die Taube symbolisiert Stolz und Trauer. Stolz, weil sie mutig ihre Heimat und ihr Land verteidigten … Trauer, weil sie das Wertvollste gaben, was sie besaßen – ihr Leben. Kroatische Verteidiger, Zivilisten, noch immer unbekannte Opfer, sind nicht bloß Zahlen für Statistiken und Vergleiche, sie sind Ivan, Kata, Stjepan, Mara, Ante … Das Mindeste, was wir tun können, ist, ihr Andenken zu bewahren – damit sie nicht vergessen werden .
Massengrab
Mit Ihrem Besuch an diesem Ort sind Sie in das Schicksal der Menschheit eingetreten, Sie sind in eine unumstößliche Wahrheit eingetreten, Sie sind Teil einer Geschichte geworden, die nicht vergessen wird.Im Zuge der Exhumierung, die zwischen dem 17. April und dem 10. Mai 2001 stattfand, wurden die Überreste von 24 Personen aus diesem Massengrab exhumiert.
Von diesen wurden 20 Opfer identifiziert.
Bei den Opfern handelt es sich um kroatische Veteranen und Zivilisten, die nach dem 18. November 1991 mit dem Bus in Richtung Dalj gebracht wurden und seither vermisst wurden.



Eine Gedenktafel wurde von Kriegsveteranen der Spezialpolizei der MUP der Republik Kroatien zum Gedenken an ihre Opfer errichtet.


ALLES VERLIEREN AUSSER DEN NAMEN.






Verteidiger, Gestorbenen und Vermissten.
Vukovar
Während der 87-tägigen Belagerung wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Sie galt als „dem Erdboden gleichgemacht“ und war kaum noch bewohnbar.
Täglich schlugen bis zu 8.000 bis 12.000 Granaten und Raketen in der Stadt ein. Nahezu die gesamte städtische Infrastruktur, einschließlich Krankenhäuser, Schulen und historischer Gebäude war vernichtet.








Es gibt natürlich auch wieder ein anderes Vukovar













Ein bedrückender Tag geht zu Ende.
Wir hatten diese Strecke aber wegen des Kroatienkrieges gewählt. Ansonsten hätten wir von Ungarn direkt nach Serbien weiterfahren können.
Die Schlacht um Vukovar war eine der ersten Hauptschlachten des Kroatienkriegs. Nach ersten bewaffneten Auseinandersetzungen seit Mai 1991 in der ostkroatischen Stadt Vukovar fand die Schlacht um die Stadt an der Donau vom 14. September bis 20. November 1991 statt…
Kroatische Streitkräfte unter dem Kommando von General Mile Dedaković verteidigten die befestigte Stadt gegen Truppen der Jugoslawischen Volksarmee (JNA), der jugoslawischen Territorialverteidigung (TO) und serbische Freischärler unter dem Kommando von General Života Panić, welche schließlich nach drei Versuchen Vukovar einnahmen. Sie zerstörten dabei den Großteil der Stadt durch Artilleriebeschuss und vollzogen nach dem Fall der Stadt eine ethnische Säuberung an Kroaten und anderen Nicht-Serben sowie Kriegsverbrechen wie das Massaker von Vukovar…
In der Schlacht um Vukovar kamen auf der Seite der Verteidiger der Stadt ca. 1.400 Menschen ums Leben und über 4.000 wurden verwundet. Über die Höhe der Verluste auf der Seite der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) gibt es bis heute keine genauen Angaben.
300 Verletzte und Kranke aus dem Krankenhaus von Vukovar wurden in den ehemaligen Schweinemastbetrieb Ovčara gebracht. Am folgenden Tag wurden 100 von ihnen in Zehner- und Zwanzigergruppen geteilt und in nahegelegene Orte gebracht, 200 wurden von serbischen Freischärlern und Soldaten der JNA ermordet…Nach dem Fall der Stadt wurden UNO-Truppen in die Region verlegt. Trotzdem wurden die Vertreibungen und Plünderungen an Kroaten und anderen Nicht-Serben fortgesetzt.
Vukovar wurde nicht militärisch zurückerobert, sondern am 15. Januar 1998 nach einer friedlichen Reintegration unter UN-Verwaltung offiziell wieder in den kroatischen Staatsverband eingegliedert.
Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien
Im weiteren Kriegsverlauf gab es auf beiden Seiten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die zu Verurteilungen führten.

Hallo Kerstin, hallo Ludwig,
einen entscheidenden Fehler hat sich Mithridates aber geleistet. Die Opfer sind nicht nur Römer, sondern stammen aus ganz Italien, damit hat er alle dortigen Staaten angegriffen. Die Folgen werden sich bald zeigen. Sulla (Kandidat der optimatischen Partei) wird im Jahr 88 v. Chr. zum Konsul gewählt, Wahl und Festlegung der wichtigsten Operationsfelder gehen mit großer Mehrheit durch den Senat. Der Bundesgenossenkrieg wird relativ schnell beigelegt. Der Bürgerkrieg zwischen Optimaten und Popularen geht allerdings weiter. Mit seinem Heer marschiert Sulla nach Rom und nimmt die Stadt ein. Diesen Verfassungsbruch stellt er als Rettung des Staatswesens dar. Zwölf Personen, die der militärischen und politischen Führung der Popularen zuzurechnen sind, werden zu Staatsfeinden erklärt, zur Fahndung und Hinrichtung ausgerufen. Im Senat werden Gesetze eingebracht die das Verfassungsamt des Volkstribunats einschränken. Dreihundert seiner Anhänger bringt er als neue Angehörige in den römischen Senat ein. Grüße Harald