KAU19 Armenien > Georgien

ARMENIEN, Alawerdi > GEORGIEN, Tiflis🚌   ☀️🌦️16°-22° 🚶14.000

Frühstück mit Aussicht

 
 
 

Haghpat

Von Alawerdi aus geht es heute zum eindrucksvollen Kloster Haghpat, das wunderschön in den grünen Bergen an der Grenze zu Georgien liegt im nördlichen Armenien, in der Region Lori. (djoser)

Mittelalterlicher Klosterkomplex, der zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert erbaut wurde und auch als renommierte Bildungseinrichtung diente.

Bibliothek – Zugang
  Bibliothek – innen.

Studium dauerte 7 Jahre.

Studiengänge: Mathematik, Rhetorik, Theologie, Sprachwissenschaften,  Musiktheorie; gepaart mit  Universalbildung.
Aufbewahrung wertvoller Bücher.
  Die Tongefäße wurden vorher mit Bienenwachs gegen Feuchtigkeit und Knoblauch gegen Ungeziefer präpariert, bevor sie mit Ledertüchern abgedeckt wurden.
 
Es sind die 12 Apostel und Jesus,  sowohl am Kreuz als auch oben als Medaille dargestellt.
Wieder riesig, massiv, für die Ewigkeit.
Berühmter mittelalterlicher Barde, Troubadour, Dichter und Komponist der in vielen Sprachen gesungen und gedichtet hat. Den viele Länder für sich reklamieren. Schon die Schulkinder kennen ihn.
Die Gedenktafel erinnert an ihn.
Sayat-Nova (Harutyun Sayatyan), geboren 1712.
Er lebte von 1775 bis 1795 in Haghpat.
In der Hauptkirche gibt es auch Fresken, die ansonsten in armenischen Kirchen unüblich sind.
Traditionell sind armenische Kirchen bildlos. Die Gläubigen sollen nicht abgelenkt werden.
Ein wehrhaftes Kloster mit Universität, das  Schutz und Versteck bietet.
Die Stifter der Kirche, gebildete Fürsten. Am Turban erkennt man die Beziehung zu Bagdad, dem seinerzeitigen intellektuellen Zentrum

Infobox: Klösterliches Leben

…findet in den von uns besuchten Klöstern nicht mehr statt (nur in Jeriwan, Etschmiadsin). Die gesehenen Geistlichen sind die ‚Dorfpfarrer‘, die die Anlagen mit betreuen. Auf dieser untersten Ebene gilt auch kein Zölibat.

Die Talare warten!

 
Typische Schweinhaltung, hier würde es die glücklichsten Schweine der Welt geben. 

Mit diesem Glücksschwein sagen wir

Danke Armenien‘.

Wir empfehlen euch gerne weiter.

Was bleibt

  • Die älteste christliche Staatsreligion der Welt: Armenisch Apostolische Kirche.
  • 90 % des Landes liegen über 1.000 m die durchschnittliche Höhe beträgt etwa 1.800 m.
  • Abwechslungsreiche Landschaft auf wenigen Kilometern. Das fruchtbare Ararat-Tal, Hochgebirge und Wälder, der zweithöchste Gebirgssee der Welt
  • Reiches kulturelles Erbe, weit zurück in vorchristliche Zeit. Klöster, Klöster,… alle wunderschön gelegen und massiv für die Ewigkeit gebaut (Mongolen,  Türken und Erdbeben haben ihre Spuren hinterlassen)
  • Kreuzsteine, kunstvolle Steinmetzarbeit.
  • 6.000 Jahre Weinkultur, Rotwein 😋
  • Eigene, wunderschöne Schrift (für uns nicht lesbar)
  • Ein kleines Land, das dringend einen starken Beschützer braucht.
  • Auslandsarmenier, die das gebeutelte Land großzügig unterstützen.
  • Internet immer und überall verfügbar (eSIM sowie in jedem Hotel und jeder Gaststätte gutes WLAN)
  • Zahlung mit Handy (S-Bankcard-Visa) stets möglich, ohne zusätzliche Gebühren, auch Geldautomat. Bargeld nur als Klimpergeld, Toilette und Souvenirstände.
  • Englische Kommunikation oft möglich, aber nicht so selbstverständlich wie in Georgien.
  • Natürlich der Ararat, der sich uns in ganzer Pracht gezeigt hat

1. Mose 8, 1-12, Altes Testament

   Da gedachte Gott an Noah und an alles wilde Getier und an alles Vieh, das mit ihm in der Arche war, und ließ Wind auf Erden kommen und die Wasser fielen. Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel wurde gewehrt. Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach hundertfünfzig Tagen.

   Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Ar che nieder auf das Gebirge Ararat. Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor. Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, und ließ einen Ra-ben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Was-ser vertrockneten auf Erden.

   Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug’s in ihrem Schnabel.

   Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.

Grenzübertritt

Ausreise – Passkontrolle
 

Zurück in Georgien

Passkontrolle Einreise Georgien.

Alles problemlos.

Zurück in Tiflis

Nach 12 Tagen wieder zurück in Tiflis.

Die Wegweiser benötigen wir nicht  😉, man kennt sich schließlich schon aus.
 

Archäologische Schatzkammer

Die archäologische Schatzkammer beherbergt die in Georgien entdeckten Gold- und Silbergegenstände. Die Goldschmiedekunststücke repräsentieren die Geschichte der georgischen Kultur vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr., die der Blütezeit der georgischen christlichen Kultur vorausging.

 

Übrigens, vor 4 Wochen konnten wir uns  im weltgrößten Bergbaumuseum in Bochum über den  ältesten Goldbergbau der Welt  informieren. Dieser war wo wohl?

Natürlich in Georgien

und wurde von deutschen Archäologen erforscht (Sakdrissi, frühbronzezeitlich, über 5.000 Jahre alt).

 3./4. Jtd. v.Chr.
(Gleiches Zeitalter wie Schatz des Priamos, Troja)
Da staunt der Germane.

17. Jhd. v.Chr.
 
  5. Jhd.v.Chr.
 
 4. bis 3. Jhd. v.Chr.
  2.Jhd.n.Chr.
  Schreibset, frühes 4.Jhd. n.Chr.
Tintenfass
  Schreibfeder. Metall
(kein Gänsekiel)

Haben wir das Goldene Flies gefunden?

   Viele Flüsse entspringen aus dem Kaukasus und enthalten so feinen Goldstaub, dass man ihn sehen kann. Die Einwohner legen Schafspelze mit zottigem Fell in die Flüsse und fangen so die schwimmenden Partikel auf. Und vielleicht war das Goldene Vlies des Äites von dieser Art“ (Appian, Die Mithridatischen Kriege).

   Warum Kolchis in der klassischen Literatur als „goldreich“ bezeichnet wird, ähnlich wie Mykene, Sardes und Babylon – alle berühmt für ihren Reichtum –, verdeutlichen archäologische Funde aus Sairkhe und Vani, den politisch-administrativen Zentren des Königreichs Kolchis.

   Die Goldschmiedekunst des 8.–6. Jahrhunderts v. Chr., die auf den Traditionen der „kolchischen Bronzekultur“ beruhte, erreichte im 5.–4. Jahrhundert ihre höchste Entwicklungsstufe.

   Die kolchische Goldschmiedekunst – die unter den Einfluss zweier Weltkulturen geriet: der westlichen (griechischen) und der östlichen (achämenidischen) – bewahrte ihre Originalität und systemische Ganzheit; sie übernahm die neuen Elemente, verarbeitete sie aber auf ihre eigene Weise und eroberte sich so ihren eigenen Platz neben der griechischen und achämenidischen (persischen) Goldschmiedekunst.

(von einer Infotafel übernommen)


Auch ziemlich alt: Wagen 24. Jhd. v.Chr. Grabbeigabe.

Auch ziemlich interessant‘ Fotoshooting eines Hochzeitspaares.

Ziemlich modern.  
     
Blick von der Dachterrasse.
 Ziemlich viel Blattgold.
Da staunt Mutter Georgia.


Moxy Tbilisi
მოქსი თბილისი

2x 🛌 bis Montag 02.15 Uhr 🚌, ✈️04.45 (D 02:45)

Ein Gedanke zu “KAU19 Armenien > Georgien

  1. Hallo Ludwig, hallo Kerstin,

    täglich warte ich auf den neuen Reisebericht. Eindrucksvoll…

    Herzliche Grüße Marco

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