Ungarn: Siófok(Balaton) > Dunaföldvár(Donau). Sonne, 6 – 17°

Der Balaton hat als Steppensee keinen natürlichen Abfluss. Der Wasserstand wird über den Sió-Kanal künstlich reguliert (Im Bild die Schleusentore in Siófok am Balaton). Er leitet in die Donau ab. Der Kanal gehen auf die Römerzeit vor 2.000 Jahren zurück, die Wasserstandsregulierung auf den Bau der Eisenbahnlinie.



Zunächst bin ich dem 2006 gebauten Radweg entlang des Kanals 13 km gefolgt.


Das Verbindungsstück zu meiner Hauptroute war mir schon bei der Planung nicht ganz geheuer. Ein Tag zuvor wäre der Weg nicht passierbar gewesen, dachte ich.


Doch es kam noch schlimmer.

Geschafft! 1. Frühstück nach 20 km um 08.25 Uhr in Enying. Stimmt, ich bin sehr früh gestartet.

25 km über eine Überlandstraße. Wenn sich zwei LKW begegneten und ich der Dritte im Bunde war, wurde mir doch etwas mulmig und ich bin ab und an freiwillig auf den Schotterrandstreifen ausgewichen. Dafür wurde sich hupend bedankt.

Riesige Agrarflächen.



Im Anschluss ging es fast ausschließlich über ruhige Land- und Nebenstraßen.

Vor dieser Dorfkirche hatte ich endlich eine Sitzgelegenheiten gefunden für…

… mein spätes Frühstück um 12.00 Uhr nach 73 km. Das war auch nötig. Die Haferflocken hatte ich vor der Abfahrt um 06.30 Uhr in meinem Trinkbecher eingeweicht.

Die Küsterin kam auch noch, um mir Wasser anzubieten. Aus Höflichkeit habe ich eine Trinkflache gefüllt. Vorrat hatte ich noch.


Nach 90 km erreiche ich mein Tagesziel Dunafüldvár an der Donau. Gerne wäre ich noch etwas weiter gerollt, es lief heute angenehm rund. Übernachtungsmöglichkeiten ungewiss.


In der Nacht soll es schon wieder regnen, da habe ich diesem wetterfesten Domizil für umgerechnet nur 10,- € den Vorzug gegeben.
Standort:
Dunaföldvár, Mély út, 7020 Ungarn
https://goo.gl/maps/yXN18VafgxxzG1Tb6

Der direkte Blick auf die Donau hat zusätzlich überzeugt.
@Werner🚲, du müsstest auf deinem Weg Herzberg > Peking 🚲 hier gewesen sein.
Über die Brücke geht es morgen weiter in die Bugac – Puscta.

Hi Ludwig,
danke für all die detaillierten Berichte mit den tollen Fotos, die mich natürlich auch hier im Reich der Mitte täglich begeistern! Von dem klebrigen Schlamm in dem Donau-Urstromtal kann ich auch ein Liedchen singen, oh was hab ich damals geflucht! Aber wie hast du bis zur Mittagspause, dein Rad wieder so schön sauber machen können? Ja, heut kreuzt du bei Solt meine alte Route, da ich links der Donau gefahren bin. Meine Tagesetappe ging damals von Dunavecse bis nach Davod an der serbischen Grenze… weiterhin frohes und abenteuerreiches Radeln🚲 und beste Grüße aus Shenzhen 🇨🇳 🌏
Werner S.
Sofort mechanisch reinigen. Wasser so schnell wie irgend möglich. Das Zeug wird ziemlich hart und kann Schaltung und Bremsen blockieren sowie die Schutzbleche zum Reifen hin zusetzen.
Wenn auch manche Wege eine Herausforderung sind, so haben wir dir zum Wetter die Daumen gedrückt und hoffen, es bleibt so. Waren schon mal von Budapest in Richtung Süden an der Donau, tolle Gegend. Wünschen dir weiterhin alles Gute Harald und Irma
Wirklich heftige Wegstücke dabei, aber endlich wirds wärmer, weiterhin Gute Fahrt!
Erfreulich, dass du gut vorangekommen bist, wenn auch das Zwischenstück sicher eine besondere Prüfung war. Auf die Küsterin hast Du wohl einen besonderen Eindruck gemacht, wenn sie Dir vom letzten Weihwasser was abgegeben hat. Ich hoffe, dass neben dem Kraftfutter Haferflocken auch mal süße Stückchen möglich sind. Die Bilder vermitteln einen schönen Eindruck der Gegend…. Werde weiterhin ein aufmerksamer Ver-Folger sein.
Sorry hatte meine Daten vergessen. Als „anonymus“ geht das ja gar nicht.
Gruß Jürgen
Hallo Ludwig. Wie immer beeindruckend. Ich wünsche dir eine baldige Wetterbesserung. Wobei auch hier alle Schleusen geöffnet sind.