SPF35 adiós España – vive la France

Barcelona (Spanien) – Col de Banyols in den Pyrenäen – Perpignan (Frankreich)

Auf dieser zweitägigen Etappe habe ich meine Lust am Radfahren bei idealen Bedingungen so richtig ausleben können. 264 km und 2.238 Höhenmeter sind zusammengekommen.

Es war eine gute Fügung, bereits Ostermontag in Barcelona zu starten, dadurch hielt sich der Straßenverkehr in annehmbaren Grenzen. In Lloret de Mar war es mal ein wenig mehr.

Für meine kurzen Pausen habe ich aber ruhigere Orte bevorzugt.

Schnelle Flachstrecken waren angereichert mit ambitioniert zu fahrenden Panoramaküstenstraßen. Nur Rennradfahrer und Motorräder waren dort unterwegs, wie angenehm.

Solche Rennrad – Gruppen waren immer mal wieder anzutreffen.

Der erste beschilderte Fernradweg, den ich in Spanien vorfinde.

Eine beschauliche Ortsdurchfahrt mit den gelben Schleifen der kathalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Am Tag zuvor konnte ich noch die schneebedeckten Berge der Pyrenäen aus der Ferne ausmachen. Heute haben sie sich verhüllt.

Auf dem Weg zur Grenze in den Pyrenäen. Früher waren hier Schmuggler und ab 1939 Flüchtlinge unterwegs, von denen viele in Frankreich sesshaft geworden sind.

Nach 51 Tagen verlasse ich auf dieser Passhöhe Spanien mit einem großen Schatz an Erlebnissen und Eindrücken im Gepäck.

Auf der andere Seite mein erster Blick auf Frankreich. Die Abfahrt war derart steil, dass die Bremsbeläge anfingen verschmort zu riechen, obwohl ich den Bremsdruck immer wieder kurz freigab.

In Banyuls-Sur-Mer ist die reizvolle Pyrenäenstrecke am Mittelmeer beendet.

Spontan habe ich mich entschlossen, noch 40 km dranzuhängen. Am Meer war es mir fürs Zelten zu windig und Perpignan lockte mit einem preiswerten Hostel.

GoogleMaps: Übernachtung in Perpignan

4 Gedanken zu “SPF35 adiós España – vive la France

  1. Moin Ludwig, vielen Dank für diesen Bericht, ich habe 1981 Port Bou unsicher gemacht, und nur übelste Steigungen unter sengender Sonne in Erinnerung. Und ein 24h/7T diensthabender katalanischer Grenzposten zwischen Port Bou und Cerbere, der von jedem Bargeld vorgezeigt haben wollte, weniger als 250.- DM und retour, er wohnte oben auf dem Pass genau am Übergang, unten an der Steilküste befindet sich die Müllkippe, je nach Wind und Strömung kriegen es mal die Spanier oder die Franzosen ab, Profiteuere sind die vielen kleineren Haie die es sich dort gut gehen lassen.
    Eine sehr gute Streckenwahl hast Du getroffen, weiterhin „Bon Voyage!“

  2. Immer wieder passend – deine Überschriften zu den Berichten.

    Na denn, viel Spaß bei der „Tour de France“ lieber Ludwig.:-)

  3. Perpignan wird erstmals 927 urkundlich erwähnt. Im Altertum bestand allerdings östlich Perpignans das Oppidum Ruscino. Im Jahr 218 v. Chr. (lt. Livius) bei Hannibals Durchzug der Sammelplatz der Gallier. > Oppidum = befestigte, stadtartige Siedlung der Kelten Kathedrale Sant Joan Baptista > Rathaus > Kirche Sant Jaume > Hauptbahnhof (gestaltet von Salvador Dali) > Quai Se´bastien Vauban > Höhle von Arago (Fossilienfunde), etc. Fortsetzung folgt……Grüße Harald
    PS: Dali hat das Oppidum Ruscino natürlich nicht gestaltet, so alt war er nun auch nicht!

  4. Lieber Ludwig ,

    nach kurzer Osterpause 🐇 hast du nun Kraft für Frankreich gesammelt!
    Wir kennen Frankreich überhaupt nicht und sind schon in freudiger Spannung ,
    auf deine kommenden Fotos und Erlebnisse!!

    Liebe Grüße Petra & Walter 😘

Hinterlasse eine Antwort zu Petra Otto Antwort abbrechen