Küstenstraßen sind herrlich🤗…… besonders wenn sie entlang einer Steilküste mit freier Sicht aufs Meer verlaufen.Große Steinhaufen als Markierung für Wanderer, damit keiner bei Nebel in den Atlantik stürzt.Nach 18 km verlassen wir die Halbinsel Quiberon.Gestern schon erwähnt. Die Hinkelsteine stehen hier überall einfach so rum.Ihr wisst es schon, wir mögen diese kleinen Bäckereien.Mutter Reni und Sohn Yoran bedienen uns und das im akzentfreien Deutsch. Bemerkenswert: Die Mutter ist als Spätaussiedlerin 1957 aus Polen gekommen, hat „ihr Deutsch immer gepflegt“ und ihre Söhne dreisprachig aufwachsen lassen.Man hat uns sogar von sich aus in das Allerheiligste gebeten, die Backstube. Unsere Fahrräder waren heute Morgen schon startklar, da haben wir kurzerhand die Route umgeplant. 2 Fähren ermöglichen einen küstenahe Fahrt, so ein Tippgeber.Diese Minifähre hat uns doch wirklich mitgenommen, obwohl unsere Fahrräder mit dem vielen Gepäck nur mit Ach und Krach verladen werden konnten. Tipps für unsere spätere Fahrt in der Normandie gibts gratis dazu.Ein trauriges Bild, Schiffe ohne eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Ebbe.Etliche Nummern größer.Unsere beiden Gefährten hatten hier auch wesentlich mehr Platz. Mit voller Leistung geht es unserem Tagesziel entgegen.Lorient voraus.
Infbox Lorient
Im Vergleich mit vielen anderen Städten der Bretagne fällt Lorient etwas aus der Rolle. Die Hafenstadt an der Küste von Morbihan lockt nicht mit einem mittelalterlichen Zentrum, beeindruckenden Kirchen oder atemberaubenden Strandpromenaden. Für bretonische Verhältnisse viele moderne Zweckbauten und insgesamt 5 Hafenanlagen prägen heute das Bild der viertgrößten Stadt der Bretagne…
Lorient entstand vergleichsweise spät, blühte dann aber im 18. Jahrhundert schnell auf. Der Handel mit den Ländern im Orient gab der Stadt Lorient ihren Namen und machte die Händler reich. Alte Bilder zeugen von Wohlstand und prachtvollen Bauten…
Nach der Besetzung Frankreichs stationierte die deutscheWehrmacht in Lorient Kriegsschiffe und erweiterte die Anlagen um einen U-Boothafen. Den U-Boot-Bunkern galten gegen Ende des Krieges heftige Luftangriffe der Alliierten. Die Bunker blieben, während das komplette Stadtzentrum in Schutt und Asche gelegt wurde.