Tag 109 vor, hinter und auf dem Deich

D Ladelund – Leck – Louisenkoog – Hamburger Hallig – Nordstrand – Husum. 80 km (insges. 6.071), bedeckt, auch Regen. 16° – 20°.

Schon bald nach dem Start in Ladelund hatte ich auf dem Weg zurück zum Nordseefahrradweg die 6.000 km – Marke überschritten. Gefühlsmäßig ist dies schon nichts Besonderes mehr.

Ja, auch das Hinterland ist wirklich so flach. 36 km ging es zickzack durch die Landschaft…

… bis ich kurz vor Erreichen der Nordsee diesen riesigen Windpark mit weit mehr als einhundert Anlagen durchfahren habe.

Diese Deichfurchfahrt (Stöpel) deutet auf das nahe Meer hin. Im Stöpelhaus liegen die Holzbohlen zur Abdichtung des Sperrwerks bereit. Zusätzlich werden bei Sturmflutgefahr noch Sandsäcke zur Verstärkung aufgeschichtet.

Unzählige solcher selbstschließenden Gatter (auf der linken Bildseite) hatte ich zum Passieren zu öffnen, damit …

…die Schafe in ihrem Weidegebiet blieben. Die Hinterlassenschaften klebten an den Reifen, besser dort als an meinen Schuhen.

Das Wattenmeer mit den Halligen im Hintergrund. Eine reizvolle landschaftliche Abwechslung. Die passende steife Brise gab es auch dazu.

Die sieben Steinfahnen auf Fichtenpfosten symbolisieren den Kampf des Menschen gegen die Meeresgewalten. Selbstbewusst wehen sie entgegen der vorherrschenden  Windrichtung.

Der zu bescheidenem Wohlstand gekommene Schäfer hatte sich diesen „Hof op’e  Barg“ mit Aussichtkanzel bauen lassen, damit er auf die Mamburger Hallig blicken konnte, wo er seine Schafe gehütet hatte.

Die weißen Häuser mit den grünen Dächern gehen auf eine Initiative zu Beginn des letzten Jahrundert gegen den Bauwildwuchs zurück. Das gelungene Ergebnis wird Heimatschutzarchitektur genannt.

Aktueller Standort 

JuHe Husum

http://maps.google.com/?cid=17050089142341135379&hl=de&gl=de

3 Gedanken zu “Tag 109 vor, hinter und auf dem Deich

  1. Hi Ludwig!
    Herzliche Gratulation zu den abpedalierten 6Tkm, SUPER!!! da sind die verbleibenden 400 nur noch ein Klacks! Und es gibt dafür nur gute Nachrichten: inzwischen ist es hier fast so kalt wie am Nordkapp, ergo – keine Probleme mit Akklimatisierung und verschwitzten Klamotten! Auch Staub musst du nicht befürchten, Dank kontinuierlicher Feuchtigkeit von oben! Bleibt nur noch zu hoffen, daß Dir Dein Freund, der Rückenwind treu bleibt. In diesem Sinne alles Gute für den Endspurt – werner

  2. Wow, inspirierend! Schade, dass ich von deinem Blog erst jetzt erfahren habe – habe mal ein bisschen „zurückgeschaut“, das sieht echt toll aus. Auch für die letzten km in Deutschland weiterhin toi, toi, toi! 😎

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